scheinbar unbedeutend…
“Wenn ich meinen Rucksack mit den Straßenkreiden vollpacke, freut sich mein Hund. Er weiß, dass wir hinaus gehen… auf die Suche nach Spuren, nach Plätzen und Möglichkeiten, unsere Zeichen zu setzen. Der Hund auf seine bevorzugte Art, ich auf meine.
Ich sehe in einer scheinbar unbedeutenden Gegebenheit der Landschaft eine Bühne für meine Illusionen. Die Geschichten, die meine Kreidefiguren vermitteln, geben dem Trivialen eine neue Bedeutung. Sie fordern Aufmerksamkeit und bewirken vielleicht auch das eine oder andere Lächeln. Ich bin ohnehin davon überzeugt, dass jeder Winzigkeit der geniale Humor der Schöpfung innewohnt. Mit meiner Kreidekunst versuche ich, darauf hin zu weisen. So wie alles irdische Leben vergänglich ist, bestehen auch meine Figuren nur für kurze Zeit. Das stört mich nicht weiter, dadurch bekommen meine dokumentierenden Fotos einen besonderen Wert. Neues kommt und die Schöpfung füllt es wieder mit ihrer heiteren Gelassenheit.”